Mariechen saß auf einem Stein
einem Stein,einem Stein
Mariechen saß auf einem Stein
einem Stein
Sie lockte sich ihr goldnes Haar…
Und als sie damit fertig war…
Da fing sie zu weinen an…
Nun kam ihr ältster Bruder her…
Mariechen, warum weinest duß..
Ach, weil ich heute sterben muß…
Da kam der böse Rittersmann…
Er hatte in der Tasche drin…
Ein großes scharfes Messer…
Und stachs Mariechen in das Herz….
Da fiel sie hin zu Boden…
Da kamen zwei Bedienstete…
Die legten Mariechen in den Sarg…
Nun kamen ihre Eltern her….
Mariechen, warum blutest du?…
Das war der böse Rittersmann…
Mariechen ist ein Engelein
Der Ritter ist ein Teufelein….
Text und Musik: Verfasser unbekannt
in Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1893, aus dem Ober-Elsaß) — Deutscher Liederhort I, Nr. 42
Zur Geschichte dieses Liedes:
Versionen, Parodien und Nachdichtungen: :
Liederthema: Kinderlieder, Raub-Mord-Totschlag
Liederzeit vor 1900 - Zeitraum: 19. Jahrhundert: Volkslieder
Stichwort: Ritter • Orte: Elsaß
Geschichte dieses Liedes: Blaubart, Dornröschen war ein schönes Kind
Anmerkungen:
Dieses Lied ist in vielen Varianten verbreitet und wird zur gleichen Melodie gesungen wie „Dornröschen war ein schönes Kind„, welches auf Die Anna saß am Breitenstein zurückgeht
Es erinnert an die Sage vom Ritter Blaubart, der viele Frauen auf seinen Schloß nahm und tötete. Die deutsche Sage nennt als Mörder den Ritter Ulmger aus Baden. Bekannt wurde die Geschichte von den angeblichen Frauenmorden aus dem Märchen vom französischen Ritter Blaubart . In vielen Variationen von Kindern gesungen: heute noch Reste der alten Geschichte in der Fassung „Dornröschen war ein armes Kind“
Andere Version:
Mariechen saß auf einem Stein
Da ging die Türe ling ling ling
Da trat der böse Ritter ein
Der Ritter zog den Säbel raus
Da ging die Türe ling ling ling
Da trat der liebe Vater ein:
Mariechen, warum weinest du?
Ich weine, daß ich sterben muß.
Da ging die Türe ling ling ling
Da trat die liebe Mutter ein
Mariechen, warum weinest du?
Ich weine, daß ich sterben muß.
Der Ritter steckt den Säbel ein.
Jetzt laßt uns alle lustig sein!
Zweite Melodie:
