Ich ging einmal in Garten (Beim Flachsribben)

Ich ging einmal in Garten (Beim Flachsribben)

Ich ging einmal in Garten, hoho!
den Kohl, den wollt ich warten, hoho!
Da standen da zwei Liebelein
unter einem Bäumelein
Wollt ihr mit, so kommt
und wollt ihr mit, so kommt

Der Eine, den ich meine, hoho!
Fritze ist der Eine, hoho!
Thereschen ist ihm anverwandt
Die Beiden sind sich wohlbekannt
Wollt ihr mit, so kommt
und wollt ihr mit, so kommt

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in Deutscher Liederhort III (1894, Nr. 1562 „Beim Flachsribben“ aus Westfalen)
Aus einem Liederheft in Kretzschmer’s Nachlaß, geschrieben von A. v. Haxthausen, kopiert von Erk am 12. Dezember 1839. Gedruckt Erk II. 6, 43. Bei Reifferscheid Nr. 52, mit einem Worte anders: in 2, 3 abgewandt

Liederthema: ,
Liederzeit vor 1839 - Zeitraum:
Stichwort: Flachs


500 Jahre Bauernkrieg

Wessen Erde ist die Erde ?
Wessen Welt ist die Welt?

Die Grenzgänger spielen Lieder und Texte aus dem Bauernkrieg von 1524/1525 und ziehen die Parallelen bis in die heutige Klimakrise. Lieder aus der bedeutenden Sammlung “Deutsche Volkslieder demokratischen Charakters” von Wolfgang Steinitz (1954/1962) und Songs von Bertolt Brecht treffen auf Geschichten des legendären Bundschuh-Führers Jos Fritz, Passagen aus den Reden Thomas Müntzers und aus den Memminger Artikeln, der frühesten gedruckten Erklärung der Menschenrechte von 1525. (Weitere Infos)

Anmerkungen:

Böhme: „Diese Liedchen wurden bei Flachsarbeiten (Raufen, Riffeln, Brechen, Schwingen gesungen, Sie erinnern an die Reime bei den Mailehen. Mir scheinen sie einst Reigenliedchen zwischen Burschen und Mädchen gewesen zu sein.“ (Liederhort III, S. 399)


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