Ich bin halt ein fröhlicher Bauer auf dem Lande

Ich bin halt ein fröhlicher Bauer auf dem Lande
verschaff mir die Nahrung aus eigener Hande,
denn durch meinen Fleiß kommt ja her die Speis,
sie ernährt die Jungen wie  den alten Greis.
Und ich bin halt ein fröhlicher Bauer auf dem Lande

Es singen die Lerchen hoch über dem Felde
Da hört man´s die Wachtel, wie schön sie´s tut melden.
Ei, so hör ich doch, was die Wachtel spricht:
„Freund, du hörst mich wohl, aber siehst mich nicht!“
Und ich bin halt ein fröhlicher Bauer auf dem Lande.

Warum ist denn der Bauer im Städtchen verachtet?
Weil man ja die Herkunft des Brotes nicht mehr achtet.
Und durch seinen Fleiß kommt ja her die Speis,
sie ernährt die Jungen wie den alten Greis.
Und ich bin halt ein fröhlicher Bauer auf dem Lande.

Text und Musik: Verfasser unbekannt – 19. Jahrhundert ?
in: Bruder Singer – Schwäbisches Liederbuch

weitere Strophen:

Meine Frau, meine Kinder, die stehen mir zur Seite,
sie tun mir mit weilen die Zeit schon vertreiben,
Holder Musikus, süßer Mädchenkuss
Freud und Lustbarkeit, macht mir kein Verdruss
und i be halt a fröhlicher Bauer vom Lande

Nach mühsamer Arbeit, sind matt meine Glieder
da schmeckt mir die Ruhe, da leg ich mich nieder
Ei, so höre doch, was die Amsel spricht
Gell, du hätt´st me gern, aber krieg´st me nett
Und i be halt a fröhlicher Bauer vom Lande

Liederthema:
Liederzeit vor 1900 - Zeitraum:
Stichwort:


500 Jahre Bauernkrieg

Wessen Erde ist die Erde ?
Wessen Welt ist die Welt?

Die Grenzgänger spielen Lieder und Texte aus dem Bauernkrieg von 1524/1525 und ziehen die Parallelen bis in die heutige Klimakrise. Lieder aus der bedeutenden Sammlung “Deutsche Volkslieder demokratischen Charakters” von Wolfgang Steinitz (1954/1962) und Songs von Bertolt Brecht treffen auf Geschichten des legendären Bundschuh-Führers Jos Fritz, Passagen aus den Reden Thomas Müntzers und aus den Memminger Artikeln, der frühesten gedruckten Erklärung der Menschenrechte von 1525. (Weitere Infos)

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