O ihr Berg und Hügel
fallet über mich
Ich bin des Lebens müde
verscharrt mich in die Erd!
Wohl in die Erd, wohl in das Grab
dieweil ich dirs versprochen hab
darum, darum sterben, darum sterben wir
Ist denn dein Herz von Eisen,
Jawohl von Stahl und Stein?
Getreu will ich dir bleiben
Bis in den Tod hinein.
Bis in den Tod, bis in das Grab,
Dieweil ich dirs versprochen Hab,
darum, darum sterben, darum sterben wir
O du getreuste Seele
Komm und lindre meine Pein!
Sieh doch, wie ich mich quäle
Bis in den Tod hinein
Bis in den Tod bis in das Grab
Dieweil ich dirs versprochen Hab
darum, darum sterben, darum sterben wir
Viele tausend Seufzer
Schick ich, schick ich zu dir
Wohl durch den kühlen Wind
Den kühlen Wind zu dir
Wohl durch den Wind, wohl in das Grab
Dieweil ich dirs versprochen Hab
darum, darum sterben, darum sterben wir
Text und Musik: Verfasser unbekannt
Vergl. Erk I. 2. 70 (Lebensüberdruss)
Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 688)
Zur Geschichte dieses Liedes:
Versionen, Parodien und Nachdichtungen: :
Liederthema: Liebeskummer, Lieder vom Tod
Liederzeit vor 1890 - Zeitraum: 1871-1918: Deutsches Kaiserreich
Stichwort: Orte: Hennethal
Geschichte dieses Liedes: Berg und Hügel über mir