Herr Hinrich und sine Bröder alle dree
vull grone
Se buweden ein Schepken, ein Schepken tor See
umb de adeligen Rosenblomen
Do dat Schepken dat Schepken rede wor
vull grone
Se setteden sik darin, se forden all darhen
umb de adelige Rosenblome.
Do se westwarts awerquemen
vull grone
Do stunt dar ein Goldschmedes Son vor der Dör
mit der adeligen Rosenblomen.
Weset nu willkamen, gi Herren alle dree
gar hübsch und gar schone
Wille gi nu Mede efte wille gi nu Wien?
sprak de adelige Rosenblome
Wi willen nenen Mede, wi willen nenen Wien
vull grone
Wi willen eines Goldschmedes Dochterlin han
de van adeligen Rosenblomen
Des Goldschmedes Dochter krige gi nicht
gar hübsch und gar schone:
Se is Lütke Loiken all togesecht
de adelige Rosenblome
Lütke Loike, Lütke Loike de krigt se nicht
vull grone
Da wille wi dree unse Helse umme wagen
umme de adeligen Rosenblome
Lütte Loike tog ut sin blankes Schwert
vull grone
He houw Her Hinrik sinen lütken Finger af
umb de adeligen Rosenblome
Her Hinrik tog ut sin blankes Schwert
gar hübsch und gar schone
He houwd Lütte Loiken sin Höved wedder af
umb de adeligen Rosenblomen
Ligge du aldar, ein Krusekrol
vull grone
Min Herte dat is hundert dusend Freuden vull
umb de adeligen Rosenblome
Lütke Loike sine Kinder de weenden al so sehr
vull grone
Morgen scholn wi unsen Vader begraven
umb de adeligen Rosenblomen
Text und Musik: Verfasser unbekannt
in: Deutscher Liederhort (1856, Nr. 141)