Es ritten drei Reiter zum Tore hinaus, ade!
Feinsliebchen das schaute zum Fenster hinaus, ade!
Und wenn es denn soll geschieden sein
so reich mir dein goldenes Ringelein!
Ade, ade, ade! ja Scheiden und Meiden tut weh!
Und der uns scheidet, das ist der Tod, ade!
Er scheidet so manches Mündlein rot, ade!
Er scheidet so manchen Mann vom Weib.
Die konnten sich machen viel Zeitvertreib.
Ade, ade, ade! Ja, Scheiden und Meiden tut weh.
Er scheidet das Kind wohl in der Wieg´n, ade!
Wann werd´ich mein schwarzbraunes Mädel noch krieg´n? Ade!
Und wenn es nicht morgen, ach! wär es doch heut
es macht uns allbeiden gar grosse Freud
Ade, ade, ade! ja Scheiden und Meiden tut weh!
Text und Musik: Verfasser unbekannt
in: Deutscher Liederhort I (1856, Nr. 63) und Liederhort II (1893, Nr. 756a „Drei Reiter am Tore“)
In ganz Deutschland mündlich verbreitet. Die 2. Strophe kommt schon vielfach in Liedern des 16. Jahrhunderts vor. Die Melodie laut Hoffmann von Fallersleben schon seit dem 16. Jahrhundert bekannt: „Ein altes Volkslied aus dem 16. Jahrhundert. Es ist die gleiche Melodie wie „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ – Diese Fassung Ende des 18. Jahrhunderts unter wandernden Handwerksburschen und Studenten entstanden? „Ewiges und unzerstörbares Lied des Scheidens und Meidens.“ (Goethe.)