Ach Schätzchen was hab ich dir zu Leide getan
daß du verachtest mich
Ei das haben die falschen Zungen getan
die belügen mich und dich
O du falsche falsche Zunge verlogener Mund
was wird es helfen dich
Gott wird dich strafen sicherlich
vor seinem Angesicht
Die Armut die ist gar sehr veracht
man stellt sie hinter die Tür
ja hätt ich der gelben Dukaten so viel
dann zög man mich herfür
Ich hoffe noch einmal recht reich zu werdn
aber nicht an Geld und Gut
wenn ich erlang das ewige Lebn
ei so bin ich reich genug
Das ewige Leben viel schöner ist
als Gold und Edelstein
Ei so wünsch ich meinem Schatz viel tausend gute Nacht
dies soll der Abschied sein
Text und Musik: Verfasser unbekannt
Schon handschriftlich von 1759
Deutscher Liederhort (1856, Nr. 102, Trost) und Liederhort II (1893, Nr. 554a „Trost eines habelosen Mädchens“)
mündlich aus Hessen – Darmstadt ( Offenthal und Neunkirchen ) auch in Schlesien Thüringen und Franken einheimisch –